Donnerstag, 30. August 2018

Newsletter Unerhörte Musik | 2018 | Nr. 14

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NEWSLETTER 2018Nr. 14
4. und 11. September


„Der Anfang allen Schaffens ist Zerstörung.”
[Red Eplae Chim]

Liebe Interessierte,

nach dem beunruhigenden Jahrhundertsommer nimmt die "Unerhörte Musik" ihre segensreiche Tätigkeit wieder auf, startet frisch in die Herbstsaison und freut sich auf Ihren Besuch!
Am kommenden Dienstag, 4. September werden zwei der herausragenden Solisten der Neue-Musik-Szene Berlins, Mike Flemming und Claudius von Wrochem Soli und Duette für Viola und Violoncello unter dem enigmatischen Titel Inseln-Idyll, sur message. Und Yu’u von Sebastian Elikowski-Winkler UA, Margarete Huber, Rainer Rubbert, Frédéric Pattar DE,Julio Estrada und Max E. Keller aufführen. 

Zum Konzept schreiben sie: „Bei unserem Programm geht es um die Spannweite zwischen dialogischer Interaktion und Verschmelzung beider Instrumente. Deren enge Verwandtschaft aber auch individuelle "Mentalität" wird zum Nährboden der Duo-Kompositionen. Musikalische Gestalten und Strukturen begeben sich in die Dialektik des Gleichen und des Andersartigen.“
Um 19:45 geben die Musiker eine Einführung in das Programm.

"...was verhüllt war":

so heißt das gemeinsame Programm, das die ungarische Sopranistin Anna Korondi gemeinsam mit Martin Schneuing und Gerold Gnausch am Dienstag,11. September präsentieren wird: 
Anna Korondi, langjähriges Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin und der Oper Bonn, Gewinnerin des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD und seit 2013 Professorin an der Hochschule „Hanns Eisler“, gestaltet diesen Liederabend in Zusammenarbeit mit Gerold Gnausch, Solo-Bassklarinettist des Orchesters der Komischen Oper, Berlin und Martin Schneuing, Klavier, mit dem zusammen sie an der Hochschule „Hanns Eisler“ eine Klasse für zeitgenössische Gesangsmusik betreut.
Umrahmt von Werken ihrer Landsmänner György Kurtág und György Ligeti in Originalsprache werden Stücke des israelischen Komponisten Tsvi Avni, des sorbischen Komponisten Juro Mětšk und der Berliner Komponisten Charlotte Seither und Samuel Tramin erklingen. 
Um 19:45 geben die Musiker eine Einführung in das Programm.
Dienstag, 4. September 2018 | 20:30 Uhr

Inseln-Idyll, sur message. Und Yu’u
 
Mike Flemming, Viola

Claudius v. Wrochem, Violoncello
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Einführung: 19:45 Uhr

Inseln-Idyll, sur message. Und Yu’u

Sebastian Elikowski-Winkler
Und: nicht vergessen! (2008)
für Viola und Violoncello UA

 
Während der Entstehung des Stückes habe ich mich viel mit Rock- und Punkmusik beschäftigt, vor allem im Hinblick auf die Möglichkeit gewisse Spieltechniken der E-Gitarre und des E-Bass auf Streichinstrumente zu übertragen. Das Stück entstand während eines Stipendienaufenthaltes auf Schloss Wiepersdorf. Die relative Isoliertheit des Ortes führte dazu, dass ich mich in einigen Werken Besetzungen zuwandte, die sich an kein spezifisches Ensemble oder Musiker richtete. Die Kombination von Viola und Violoncello hat mich interessiert, da diese Instrumente in besonderer Weise miteinander harmonieren.

Sebastian Elikowski-Winkler studierte Komposition bei Friedrich Goldmann an der Universität der Künste Berlin (Diplom 2005), bei Marek Kopelent an der Musikakademie Prag HAMU sowie bei Vladimir Tarnopolski am Moskauer Tschaikowski Konservatorium; weitere Studien der Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Architektur führten ihn an die Technischen Universität Berlin.
Auszeichnungen / Preise:
2015 Stipendiat des Berliner Senats "Arbeits- und Recherchestipendien"
2015 Ćišinski-Förderpreis der Stiftung für das sorbische Volk 
2013 Stipendiat des Berliner Senats im Deutschen Studienzentrum Venedig
2011 Kompositionsstipendium des Berliner Senats
2009 Stipendiat im Künstlerhaus Ahrenshoop
2008 NaFöG – Stipendiat der UdK Berlin
2008 Stipendiat des Brandenburgischen Misteriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf
2007 DAAD-Stipendiat bei Vladimir Tarnopolski in Moskau
2006 Stipendiat des Berliner Senats in der Cité International des Arts Paris
2006 DAAD-Stipendiat in Rostov, Russland
2005 DAAD-Stipendiat in Duschanbe, Tadschikistan

 
Margarete Huber
Rituals in Outer Space (2014)
für Viola und Zuspiel

 
Im Werk „Rituals in Outer Space“ steht gleichermaßen die Auseinandersetzung mit dem spezifischen Klangspektrum der Viola wie auch die Suche nach untypischen, ungewöhnlichen, und dennoch organischen Gesten und Klangvarianten im Zentrum. Spezifische bewegungsformen (Fallen, Steigen, Stocken, Gleiten) und Affekte, ghanaische Rhythmen und arabischer Maquam, Tonales und Mikrotonales, die Klänge der Viola und der Sound eines historischen elektronischen Instruments, … - Das Vertraute und das (vermeintlich) Fremde trifft aufeinander, verändert sich wechselseitig, nähert sich an, verschmilzt oder bleibt sich fremd. (M.H.)

Margarete Huber ist Sängerin und Komponistin. Studium an der Universität der Künste und Humboldt Universität Berlin und in Bremen. Meisterkurse bei György Kurtág, Nigel Rogers und Barbara Schlick.
Preise und Stipendien: Prix-Marguerite-de-Reding (1.Preis), Internationaler Musikwettbewerb für Junge Kultur (2.Preis), Berliner Hauptstadtkulturfonds, Stipendium Musiktheaterakademie Festspielhaus Hellerau, Stipendium Kunstfestival Begehungen Chemnitz, Erste deutsch-polnische Kompositionswerkstatt,...)
Aktuell Mitglied im Berliner ensemble xenon für Neue Musik, im internationalen Ensemble oper unterwegs, Barock-Duo mit Eva Schulze, Liedduo mit Tomas Bächli und Bernd Sandner, und Improvisation solo.
Als Komponistin Werke für Kammermusik, Orchester und Musiktheater. Verwendung von Instrumenten, Elektronik, Circuitbending, Soundscapes und Visuellem, in Vokalmusik textorientiert wie non-semantisch. ( Beispiele: Oper springteufel , Text Kathrin Röggla, über Arbeitslosigkeit, fra un po für türkische Sipsi und Atemgeräusche, JETZT für Streichtrio) 3 oft wiederkehrende Pressezitate: „virtuos“, „sinnlich“, „radikal.“
Engagements/Aufführungen an internationalen Festivals (Festival Musica Antiqua Montenegro, Diagonale,  Musiktheatertage Wien, Vieux Média-La Generale Paris, Theaterfestival München, Internationaler Wettbewerb für Stimmkunst, Festival Neue Musik Basel, Tonlagen Festival, L‘accademia amore, Wie es ihr gefällt,  Randspiele, Europafestival, Klangwerkstatt Berlin, Tage für Alte Musik, ImprovisationXchange, Internationaler Kongress Mikrotonalität, Erste deutsch-polnische Kompositionswerkstatt, european opera cooperation, Kryptonale, Transartfestival,...) und Rundfunk (Deutschlandradio, SRF, SWR, RBB,...)

 
Rainer Rubbert
Idyllen (1987)
für Viola und Violoncello
I.    Calmo
II.   Inquieto
III.  Adagio espressivo
IV.  Aggressivo
V.   Molto lento

Rainer Rubbert wurde 1957 in Erlangen geboren und wuchs in Berlin auf. 1975-1981 studierte er Komposition an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Witold Szalonek, der ihn in seiner Radikalität – den vermeintlichen Widerspruch zwischen avanciertem musikalischen Material, kompositorischer Konsequenz und ungehindertem Ausdruck aufzulösen – maßgeblich beeinflusste. Er erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. 1979 den Prix Marcel Josse, 1986/87 das Cité des Arts-Stipendium Paris, 1989 den Kompositionspreis Budapest, 1992 den Kunstpreis Musik der Akademie der Künste, 2003 das Villa-Serpentara-Stipendium, 2007den Carl-von-Ossietzky-Kompositionspreis und 2012 den Premio Città di Fossacesia.
Seit 1989 ist er einer der künstlerischen Leiter der Konzertreihe Unerhörte Musik. 2008 schrieb er die Kleist Oper nach dem Libretto von Tanja Langer. 2013 wurde er mit dem Deutschen Musikautorenpreis ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Berlin.

 
Frédéric Pattar
Sur le fil (2002)
für Viola und Violoncello DE

 
Frédéric Pattar, geboren 1969 in Dijon, lebt in Dijon. Musikalische Ausbildung zunächst in Dijon (Klavier, Kammermusik, Begleitung, Komposition), dann 1989–1992 in Châlon-sur-Saône (elektroakustische Musik), ab 1995 in Lyon bei Gilbert Amy (Diplom 1998); 1999 Aufenthalt am Pariser IRCAM.
Verschiedene Auszeichnungen (z.B. 2005 Kompositionspreis der Fondation André Boucourechliev) und Kompositionsaufträge, u.a. vom Festival d’Automne à Paris und vom Musée du Louvre; Aufführungen durch namhafte Ensembles, darunter das „Ensemble Intercontemporain“, „Accroche Note“, „Cairn“ und das Manfred-Quartett. Seine enge Zusammenarbeit mit dem Ensemble „L’Instant Donné“ schlug sich in mehreren der Gruppe zugeeigneten Stücken nieder; im Mai gastierten Pattar und das Ensemble auf Einladung des Instituts für Neue Musik der Hochschule für Musik und Theater in Hannover.
Die Stücke von Frédéric Pattar sind meist kammermusikalisch besetzt, manchmal unter Verwendung von weniger gebräuchlichen Instrumenten wie der persischen Bechertrommel Zarb oder dem Fender-Rhodes-Piano. Die rhythmisch sehr flexibel gehaltene Musik wird von einem zuweilen durchaus lyrischen Melos durchzogen; die Linien verdichten sich an intensiven dramatischen Höhepunkten zu harmonischen Texturen von eigenartiger Strahlkraft. Im Rahmen seines Berlin-Aufenthaltes als Gast des Künstlerprogramms plant Frédéric Pattar u.a. die Fertigstellung eines umfangreichen Werkes für dreizehn Instrumente und sechs Vokalisten nach Virginia Woolfs Roman „The Waves“.

 
Julio Estrada
Yuunohui‘yei op. E.18c (1983)
für Violoncello solo

 
Die Yuunohui-Werkserie, deren erster Vertreter, das 1983 geschriebene und 1990 überarbeitete Yuunohui’yei für Cello solo, wohl zum ersten Mal in Berlin aufgeführt wird, ist durch die Unabhängigkeit der einzelnen musikalischen Parameter gekennzeichnet. Nicht–Synchronizität von Klang und Rhythmus ist ein Konzept, dass in der Meinung Estradas „näher an der Natur und an der Realität“ angesiedelt ist, als die „künstlich“ hergestellte Synchronizität.
Estradas nennt diese Konzept eines Kontinuums "Microtimbre"; es bedeutet, vereinfacht ausgedrückt, dass die Aktivitäten eines Parameters als Intensität auf der Zeitachse analog in einem anderen abgebildet werden können, wobei jeder Parameter von gleicher Bedeutung ist: So lässt sich ein Tonhöhen–Glissando aufwärts auf dem Gebiet der Dynamik durch ein crescendo oder rhythmisch durch eine sich bis zum Tremolo beschleunigende Impulsfolge ausdrücken.
Es handelt sich hier um ein erweitertes Noten- und Zeichensystem, das bis zu fünf Parametern ausdifferenziert und Mikrotöne einschliesst.
Es existieren Einzelsolos für die vier Streichinstrumente, für ein Tasteninstrument, für Geräuschmacher sowie ein „Bauplan“ für die Erstellung von Soli für Bläser, die miteinander kombinierbar sind, da sie alle denselben Formplan verwenden. Bei einer gleichzeitigen Aufführung mehrerer Soli ist darauf zu achten, dass die den konkreten Werten zugrunde liegenden x/y-Graphen bei verschiedenen Soli auch auf verschiedenen Parametern liegen.


Julio Estrada wurde 1943 in Mexiko Stadt geboren. Er lernte zunächst Klavier und Violoncello, von 1960 bis 1962 erhielt er Kompositionsunterricht bei Julián Orbón. Zwischen 1965 und 1969 studierte Estrada in Paris bei Nadia Boulanger und Olivier Messiaen sowie bei Jean-Ètienne Marie und besuchte Kurse bei Henri Pousseur, Iannis Xenakis, Karlheinz Stockhausen und György Ligeti.
Ab 1970 arbeitete er an der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM) als Leiter verschiedener Ensembles, Kompositionslehrer und Experte für Neue-Musik-Programme am dortigen Rundfunk. Seit 1974 beschäftigt er sich vor allem mit musikwissenschaftlichen Forschungen; u.a. verfasste er die zehnbändige Enzyklopädie La Música de México. 1990 wurde Julio Estrada Forschungsleiter am Institut für Ästhetik und angewandte Mathematik der UNAM.
Er verfasste neben musiktheoretischen Schriften auch literarische und literaturwissenschaftliche Texte, u.a. ein Buch über den mexikanischen Romancier Juan Rulfo. Julio Estrada unterrichtete u.a. am Lateinamerika-Institut in Neu-Mexiko und an den Universitäten von Stanford und San Diego, er forschte in Brasilien, Spanien, Italien und Deutschland, arbeitete mit dem von Xenakis entwickelten Upic-System und am CCRAM-Computer-Zentrum in Stanford und pflegte regen Austausch mit Linguisten, Psychologen und Naturwissenschaftlern. Seine Kompositionen wurden bei zahlreichen Festivals aufgeführt. 1981 und 1986 verlieh Frankreich ihm den Ordre des Arts et des Lettres. Zwischenzeitlich lebte Julio Estrada jahrelang in Paris, mittlerweile aber wieder in der Nähe von Mexiko Stadt.

Max E. Keller
Inseln (2002)
für Viola und Violoncello

 
Die ersten Skizzen zu „Inseln“ entstanden auf einer Busfahrt in Mexico, von San Cristóbal des Las Casas nach der klassischen Maya-Stätte Palenque, mitten im hohen Regenwald gelegen. Und für einmal mag die Umgebung einen gewissen Einfluss auf den musikalischen Grundgedanken gehabt haben.
Die beiden verwandten und doch so ungleichen Streichinstrumente gehen anfangs von leisen, ruhenden Klangflächen aus., bei denen sie möglichst weitgehend verschmelzen. Ein schwaches Ausscheren des einen oder anderen Instrumentes kann wie ein Katalysator für einen Umbruch in eine ähnliche Welt wirken oder aber für einen Ausbruch in gänzlich andere dynamische, strukturelle oder klangliche Gefilde. Auf verschiedenen Wegen kehren die Instrumente zurück zu einem neuen Gemeinsamen, das im Verlauf des Werkes sich verändert. Ebenso verändern sich die Ausbrüche, die gemeinsam, leicht oder stärker individuell oder auch solistisch erfolgen oder gar in eine Gemeinsamkeit neuer Qualität umschlagen. (M.E.K.) 


Der Schweizer Max. E. Keller begann seine musikalische Karriere als Freejazzpianist in den legendären 60er Jahren. Ab 1973 schrieb er über 70 Werke verschiedenster Besetzung, auch elektronische Musik. Oft vertonte er politisch engagierte Texte, auch in szenischen Werken, so etwa die Miniaturoper „Egon – aus dem Leben EINES BANKBEAMTEN“ mit fast 30 Aufführungen. Seine Kompositionen sind in ganz Europa, in Nord- und Südamerika und in Australien aufgeführt und gesendet worden. Mehrere Arbeitsaufenthalte in Berlin. Die CD’s „Kammermusik“ bei col legno sowie „Klingen im Gegenwind“ (Jecklin Edition) sind seinen Werken gewidmet. „agieren und reagieren“ erschien 2003 auf einer Portrait-CD des Schweizer Komponistenverbandes.
Mike Flemming studierte in Berlin in den Fächern Viola und Tonsatz/Komposition. Seit 1992 ist er Lehrkraft der HfM „Hanns Eisler“ am Musikgymnasium „C.Ph.E.Bach“ Berlin,
1994 – 2003 künstlerischer Leiter der Nachwuchsarbeit der HfM Berlin
1995 bis 2015 Leitung des Schmöckwitzer Kammerorchesters
Seit 2009 Gründungsmitglied des Ensemble Xenon Berlin
Seit 2012 Mitglied des Ensemble Celestiel Berlin
Seit 2015 Mitglied des Ensemble Junge Musik Berlin
2015 Film „SPYR“ (mit Ruth Wiesenfeld und Christoph Lemmen): Kurzfilmfestivals in Frankreich, USA, Hongkong, Berlin
Konzerttätigkeit als Bratschist, insbesondere mit neuer Musik und freier Improvisation,
Musik-/Text-Performances, Musik in Tanz-Performances, Beteiligung an zahlreichen Uraufführungen, darunter 7 für Viola solo.
Claudius von Wrochem, geboren 1965, studierte Cello bei Peter Mann in Berlin und bei George Neikrug in Boston/USA. Sein besonderes Interesse gilt der Kammermusik, der zeitgenössischen Musik und der Improvisation im Wandel der Zeiten. Er spielte über 20 Jahre im Duo von Wrochem mit dem Pianisten Johann Gottlob von Wrochem. Der neuen Musik widmete er sich als Mitglied der Ensembles work in progress - Berlin (1991-98) und UnitedBerlin (1995-98), seit 2017 im Ensemble Xenon; er ist Gründungsmitglied des auf Musik nach 1950 spezialisierten Kairos Quartetts, dem ersten mitteleuropäischen Streichquartett mit einer derartigen Fokussierung. Neben der Beschäftigung mit der Aufführungspraxis barocker und klassischer Musik auf Originalinstrumenten ist von Wrochem ein engagierter Instrumentalpädagoge auf den Spuren von D. C. Dounis und George Neikrug und Autor der MGG (Personenband) und der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Es liegen zahlreiche CDs (bei Edition Zeitklang, col legno, academy u.a.) mit verschiedenen Ensembles vor sowie Einspielungen bei Rundfunkanstalten in In- und Ausland. Konzertreisen führten ihn durch Europa, in die USA und nach Südamerika.
Dienstag, 11. September 2018 | 20:30 Uhr
"...was verhüllt war"
Anna Korondi, Sopran
Gerold Gnausch, Klarinette
Martin Schneuing, Klavier
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Einführung um 19:45 Uhr

 
"...was verhüllt war"
György Kurtág

aus: Attila József Fragmente op.20 (1981)

1. Breiig wird der Schnee, festigt sich zu Eis,
   und meine Sünden verdichten sich zum Tod.
2. Es waren viele, die mich in meinem Traum umringten-und mich auslachten:
  "Ha, ha! Hat etwa der den Schatz,
   den´s gar nicht gibt?"
4. Die Zeit reift, sich windend wie die Bohne.
6. Ich staune,
   daß ich vergehe.
8. Durch die Pappeln, silbernd schäumend,
    fließt ein süßer Hauch.
    Darin badet mit gold´nen Gliedern
    der gewaltige Sommer.
10.  Seit fünfzehn Jahren schreib ich Verse,
       und jetzt, da man mich Dichter nennt,
       da steh `ich an der Ecke des Eisenwerks
       und hab`kein Wort für Mond und Himmel.
12.  Und  ich staune,
       daß ich vergehe.
13.  Helft mir, daß ich sie nicht töte,
       daß ich sie nicht ausradiere
       aus den Bildern dieser Welt.
19.  Breiig wird der Schnee, festigt sich zu Eis,
       und meine Sünden verdichten sich zum Tod.
20.  Lied, löse dich von meinen Lippen,
       und du, Leid, erreiche mich erst morgen.
       Tiefer muß ich mich noch beugen,
      um, nichts mehr wissend, zu singen.

György Kurtág, geboren 1926, studierte Klavier und Komposition in Budapest und schrieb bis in die späten fünfziger Jahre Musik im Stile von Bartók-Kodaly. Ab 1957 verbrachte er einige Jahre in Paris, studierte Komposition bei Olivier Messiaen und Darius Milhaud, litt unter Depressionen und begegnete der Psychotherapeutin Marianne Stein auch beschäftigte er sich viel mit den Theaterstücken von Samuel Beckett und der Musik von Anton Webern. In dieser Zeit kamen sein Leben und sein Komponieren an einen Wendepunkt, und, zurück in Budapest, war das erste Stück, das er komponierte, ein Streichquartett. Es wurde sein Opus.1.

 
Charlotte Seither

Minzmeissel
(2007)
für Stimme und Klavier


I „(…) fühlte es an der Schläfe, [wie die Mauer die Spitze des Nagels fühlt, der in sie eingeschlagen werden soll.]“

II „(…) war ich wieder“ […] „Hitzenagel"

II „wie die Ma[uer]“
aus: Franz Kafka: Das vierte Oktavheft, Eintrag 25. Februar (ohne Jahr)

Das Zucken der Schläfe, die Angst vor der Spitze des Nagels – das Stück arbeitet mit wenigen, stark fragmentierten Textbruchstücken, die dicht aneinander gebunden sind, immer wieder kehren und in gelegentliche, im Einatmen verlautete Seufzerbruchstücke münden. Die Form verkürzt sich – wie auch der Text – innerhalb der drei Stücke zunehmend ins Nichts. Stille Angst – angstvolle Stille. (Charlotte Seither)
Charlotte Seither,  geboren 1965 in Landau / Pfalz, ist als Komponistin bei internationalen Festivals zu Gast, wie ISCM World Music Days Tongyeong, Wien Modern, Gaudeamus Amsterdam, BBC Proms oder Biennale Venedig. Als erste Deutsche wurde sie mit dem 1. Preis im Internationalen Kompositionswettbewerb Prager Frühling ausgezeichnet. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung. 1998 promovierte sie zum Dr. phil. und ist Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Sie ist Mitglied im GEMA-Aufsichtsrat, im Vorstand des Deutschen Komponistenverbands (DKV) und im Präsidium des Deutschen Musikrats (DMR). Daneben wirkt sie als Jurorin und Kuratorin in internationalen Gremien. Als Stipendiatin lebte und arbeitete sie in der Citè des Arts Paris, im Deutschen Studienzentrum Venedig, in der Akademie Schloss Solitude Stuttgart, im ArtLab Johannesburg und in der Villa Aurora Los Angeles. 2009 erhielt sie das Stipendium des Bundeskulturministers für die Deutsche Akademie Villa Massimo in Rom.  Für ihr musikalisches Schaffen wurde sie in 2010 mit dem Praetorius Musikpreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.
Charlotte Seither ist Preisträgerin des Deutschen Musikautorenpreises 2014.

Tsvi Avni

Leda und der Schwan (1977)
für Sopran und Klarinette

 
Der israelische Komponist Tzvi Avni wurde 1927 als Hermann Steinke in Saarbrücken geboren. Tzvi Avni ist die hebräische Adaption seines deutschen Namens Hermann Jakob Steinke. 1935 wurde seine Familie aus Deutschland vertrieben und emigrierte nach Israel. Tzvi Avni machte nach dem frühen Tod seines Vaters eine Lehre im Wasserwerk von Haifa. Musikalisch war er zunächst Autodidakt, begann aber schon früh zu komponieren. Es folgten ein Musikstudium, Auslandsaufenthalte und der internationale Erfolg als Komponist. Heute hat sich Tzvi Avni seiner deutschen Heimatstadt wieder angenähert. Avni ist Träger des Kunstpreises des Saarlandes und Ehrenbürger der Landeshauptstadt Saarbrücken. In Israel hat er sich der Versöhnungsarbeit verschrieben. Zur Jahrtausendwende gründete Avni ein arabisch-jüdisches Jugendorchester, um zwischen Arabern und Juden eine Brücke zu bauen. "Die Künstler, nicht die Politiker, können den Teufelskreis zwischen Gewalt und Gegengewalt im Nahen Osten durchbrechen", sagt er.

 
György Ligeti

aus: Études pour piano, premier livre (1985)

Cordes à vide
Automne à Varsovie


 
György Ligeti
Három Weöres-dal / Drei Sándor Weöres-Lieder (1946/47)
für Sopran und Klavier
 
Es tanzt der Mond im weißen Hemd, in bläulichem Licht badet alles. Es geht die Uhr, tik-tak, tik-tak. Sprich nicht, Fenster, wenn ich Dich öffne, sprich nicht Mädchen, wenn ich Dich küsse, ein weißes Hemd hat der Mond.
Fruchttraube, gewogen vom Wind. Prall von Licht schwebt sie auf einem Zweig. Fruchttraube in keimender Wärme, der Wind lässt sie schaukeln in weichem Laub. Holen wir sie herunter, die Fruchttraube, gib sie uns, glücklicher Zweig. Fruchttraube, geschaukelt vom Wind.
Händler kam mit großen Vögeln, Die Prinzessin soll es ja nicht sehen, Bewacht die Prinzessin! Händler kam mit großen Vögeln, Die Kinder schreien, Die Prinzessin soll es ja nicht hören! Die Prinzessin ist blass, spricht nie, In Ihrem Herzen kreischen viele große Vögel, Bewacht die Prinzessin!
Sándor Weöres

"In seinem ersten Budapester Studienjahr steht GyörgyLigeti stark unter Bartóks Einfluss und strebte nach einem Ideal der „ungarischen Moderne“.Diese Entwicklung wird jäh vom streng stalinistischen Rákosi-Regime (1948‒1953) unterdrückt. So war auch Ligeti gezwungen, sich im Rahmen der künstlerischen Möglichkeiten zu bewegen, da ihm sonst Arbeitsverbot oder gar die Inhaftierung, Folterung oder Zwangsarbeit drohten. Volksliedbearbeitungen und ungarische Klassiker waren zwar erlaubt, nicht aber moderne Musik. Bartók konnte man freilich nicht ganz verbieten, da er der große Nationalkomponist der Volksrepublik Ungarn war, jedoch fielen seine dissonanten Werke der Zensur zum Opfer.
Das Werk Három Weöres-dal (Drei Weöres-Lieder) für Solosopran und Klavier fällt noch nicht in diese Zeit, denn zwischen „1945 und 1947 komponierte ich noch frei, zum Beispiel die Zwei Capricci und die Weöres-Lieder.“, so Ligeti.Die Weöres-Lieder präsentieren eine radikale musikalische Sprache, die so bei anderen frühen Vertonungen nicht existiert. Zu Beginn des Liedes stehen keine Vorzeichen und so wird die „zwölftönige Schreibweise“ mit tonalem Denken verknüpft. Davon beeinflusst schafft Ligeti in diesem frühen Stück Táncol a hold eine dicht gedrängte chromatische Tonalität in der rechten Klavierstimme und wie bei Bartók diatonische Form in der linken Klavierstimme."
aus „Yvette Zzauer: Ligeti und Sandor Weöres“


Juro Mětšk SENZA … (1985)
für Sopransaxophon

 
Juro Mětšk, der Sohn des sorbischen Schriftstellers und Publizisten Frido Mětšk studierte bis 1976 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und war von 1976 bis 1980 Lehrer an einer Musikschule. 1980 bis 1983 absolvierte er ein Meisterstudium an der Akademie der Künste der DDR bei Reiner Bredemeyer. Im Jahr 1985 erhielt er den Nachwuchsförderpreis Hans-Stieber im Rahmen der Hallischen Musiktage. Von 1983 bis 1986 wirkte er als Musikdramaturg am Deutsch-Sorbischen Volkstheater in Bautzen und lebt seit 1986 dort als freischaffender Komponist. Sein Werk „syndrom“ wurde 1989 beim Wettbewerb „Forum junger Komponisten“ des Westdeutschen Rundfunks mit einem Preis ausgezeichnet.

Samuel Tramin
...was verhüllt war (2017)
für Sopran, Klarinette und Klavier
UA


I.
Was verhüllt war
ist offen
wir betraten uns
wie man
die erde die luft
das feuer das wasser
betritt
unsere körper bebten
die augen waren geschlossen
als du schliefst
im waremn bauch der nacht
mit erkalteten lippen
zusammengerollt zum knäuel
sprach ich zum herzen
sei still dummes
wo möchtest du hin
er bleibt doch hier
eingeschläfert
für immer.
II.
Nachts
wächst wuchert
das wort nichts
gewaltig
am tage
verliert es seine
gefräßigkeit
es dringt ins leben
wie das messer
ins fleisch
Wenn du am morgen gehst
ist dein schatten aus der nacht geschält
hell wie eine geige
die fichtenen hüften geschwungen
die gespannten saiten
noch zitternd.
Umspannt umwoben
von deiner berührung
der süßen hülle aus zärtlichkeiten
liege ich wach.
Die weit geöffneten lider
füllt der tag
weiß wie das weiß des augs
und rein.
„Was verhüllt war I“ nach einem Text des polnischen Dichters Tadeusz Rozewicz entstand 2017 für Anna Korondi und das Silesian Stringquartett und wurde von den Interpreten im Frühjahr 2018 auf dem Festival zeitgenössischer polnischer Musik in Krakau uraufgeführt. Parallel zu der Streichquartettfassung wurde eine Version mit Klarinette und Klavier erarbeitet. Im ersten Teil erklingt der fragmentierte Text immer erst in Folge längerer instrumentaler Vorgänge, während der im Anschluss entstandene zweite Teil des Stückes zwei Gedichte Rozewiczs verwoben und ineinander verschränkt auftreten lässt.
Anna Korondi, geboren 1969 in Budapest, Ungarn.
Ab 1987 Gesangsstudium am Bela Bartók Konservatorium Budapest, anschließend ab 1989 am Konservatorium in Wien in den Fächern Sologesang bei Prof. Margarete Bence sowie Lied und Oratorium bei Prof. David Lutz, 1993 Diplom mit Auszeichnung. Studienbegleitendes Engagement im ORF-Chor Wien von 1989 bis 1993 mit solistischen Aufgaben und Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik, anschließend Ensemblemitglied an der Komischen Oper Berlin bis 1997 und an der Oper der Stadt Bonn bis 1999.
Gastengagements bei renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen („Die Fledermaus“), den Schwetzinger Festspielen („Figlio del selve“), den Bayreuther Festspielen („Parsifal“ unter Regie von Christoph Schlingensief), den Budapester Wagnertagen (Ring), den Herrenchiemsee Festspielen („Falstaff“) und den Wiener Schubertwochen („Alfonso und Estrella“) sowie an zahlreichen Theatern wie der Bayrischen Staatsoper (UA „Bernada Albas Haus“ unter Zubin Mehta, „Arabella“), den Städtischen Bühnen Münster („Der Rosenkavalier“), dem Konzerthaus Turku („Don Giovanni“), der Komischen Oper Berlin (wichtigste Mozartrollen) und dem Teatro di San Carlo in Neapel („Parsifal“).
Regelmäßiger Gast bei großen europäischen Orchestern wie Chapelle Royal, Gewandhausorchester Leipzig, Rundfunkorchester des WDR und HR, Concentus Musicus Wien, Schwedisches Radio-Sinfonieorchester, Royal Flemish Philharmonic u.a.Umfangreiche Konzert- und Liedtätigkeit in Europa, Asien und Südamerika.
Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Christoph Schlingensief, Harry Kupfer, Christine Mielitz, Hans Neuenfels, Manfred Beilharz und Andreas Homoki sowie mit den Dirigenten Zubin Mehta, Pierre Boulez, Phillipe Herreweghe, Helmut Rilling, Nicolaus Harnoncourt, Adam Fischer, Peter Schneider, Herbert Blomstedt u.a.
Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen bei den Labels Farao Classics („Vineta – Ein Liederabend“ von J. Brahms, „Requiem“ von W.A. Mozart, „Matthäuspassion“ von J.S. Bach), Hungaroton (Erstaufnahme „Il Gelsomino“ von G.F. Händel mit Solokantaten, „Z. Kodály – Complete Edition for Voices and Piano“), Capriccio („Athalia“ von F. Mendelssohn Bartholdy, „Die letzten Dinge“ von L. Spohr), BIS Records AB („Forest of the Amazon“) u.a.
Auszeichnung mit dem 3. Preis beim Erkel-Kodály Gesangswettbewerb Budapest 1990, dem International Prize beim Mary Garden Gesangswettbewerb Aberdeen 1991, dem 2. Preis beim Grand Prix Franz Schubert Wien 1991 und Gewinnerin des Internationalen Musikwettbewerbes der ARD 1996.
Dozentin bei Meisterkursen in Stavanger 2004, Sao Paulo 2007 und an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar 2012. Ab 2007 Dozentin an der Universität der Künste Berlin und seit 2010 auch an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.
Ab Wintersemester 2013 Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.


Gerold Gnausch, geboren in Löbau/Sachsen.
Erste musikalische Ausbildung in den Fächern Klarinette und Klavier an der Musikschule Bautzen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums an der Hochschule für Musik„Carl Maria von Weber“ in Dresden bei Fritz Melzer(Klarinette/Bassklarinette) 1977 Engagement als Solo-Bass-Klarinettist an die Hallesche Philharmonie.1982 – 84 Zusatzstudium bei Klaus Stöckel (Klarinette) und Heinz Höfer (Saxophon)in Leipzig. 1989 Auszeichnung mit dem Titel „Kammermusiker“ 1990  Wechsel als Solo-Saxophonist an die Komische Oper Berlin, hier heute als Solo-Bass-Klarinettist tätig.
Gerold Gnausch initiierte die Gründung der Berliner Bläserakademie, des Klarinetten-Quartettes „Die Schwarzwurzeln“ und zusammen mit Altus Jochen Kowalskides Salonorchesters „ Illusion“.Neben seiner Zugehörigkeit zum Saxophonquartett „modernsax berlin“ ist er ein begehrter Solist und Kammermusiker und machte sich mit seinen Programmennicht zuletzt auch in der zeitgenössischen Musik einen Namen.
Abgesehen von seiner Opern- und Konzerttätigkeit wirkte er in zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen mit.
Ständige Gastspiele führten nach Hong Kong, Japan und viele Länder Europas.

Martin Schneuing studierte Klavier und Percussion an den Hochschulen für Musik Hannover/Konservatorium Osnabrück und „Hanns Eisler“ Berlin, bei Peter Florian, Ullrich Schlie, Alan Marks und Gerald Fauth. Parallel dazu belegte er Musikwissenschaften an der FU Berlin und besuchte Meisterkurse u.a. bei Gyorgi und Marta Kurtag, Konrad Meister, Wolfram Rieger und Dietrich Fischer-Dieskau. Neben dem Studium und der beginnenden Tätigkeit als Pianist schrieb er zunächst Musiken für Theaterproduktionen, für die er das Autorenpseudonym Samuel Tramin verwendete, welches er seitdem auch für Konzertmusik beibehielt.
Konzerte als Komponist, Klaviersolist, Liedbegleiter und musikalischer Leiter von Ensembleproduktionen klassischer, aber vor allem auch zeitgenössischer Musik führten ihn über Deutschland hinaus ins gesamte europäische Ausland und über Engagements des Goethe–Instituts wiederholt bis in den Nahen Osten.
Er arbeitete für verschiedene Theater (Probebühne Osnabrück, Städtische Bühnen Osnabrück, Hebbel-Theater Berlin, Theater des Westens, Berlin, Deutsche Oper, Berlin, Staatsoper Berlin), für Rundfunk- und Fernsehsender sowie Kinofilme spielte er Aufnahmen ein, übernahm damit zusammenhängende darstellerische Aufgaben, und musizierte für CD–Produktionen.
In der Gesangsabteilung der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ arbeitet er seit 1997 als Lehrbeauftragter, seit 2014 explizit für Einstudierungen NEUE(r) MUSIK.
Er ist als Komponist, Interpret und Jurymitglied wiederholt Gast verschiedener Institutionen und Festivals NEUER MUSIK und schreibt häufig im Auftrag renommierter Interpreten NEUER MUSIK. Seine Werke erscheinen im Verlag Neue Musik, Berlin/Köln.
Zusammen mit den Komponisten Rainer Rubbert, Gabriel Iranyi, Stefan Lienenkämper und Eres Holz gründete er 2009 „Atonale e.V.“, einen Zusammenschluss von insgesamt zwölf Berliner Komponisten.
Für „Atonale e.v.“ konzipierte und organisierte er bisher u.a. die Reihe „Zeitgenössische Lyrik/Zeitgenössische Musik“, in der sich Berliner Komponisten mit aktueller Lyrik auseinandersetzten (bisher sechs Konzerte) und, in Zusammenarbeit mit der Staatsoper Berlin, „Atonale in der Staatsoper I,II,III“, ein jährlich stattfindendes kleines Festival NEUER MUSIK der Atonale-Mitglieder, welches im Juni 2018 zum vierten Mal stattfindet sowie die bereits in Dänemark präsentierte Gemeinschaftsoper „Ovartaci“.
Alle vier Septemberkonzerte unserer Reihe sind übrigens Teil des von der Initiative Neue Musik lancierten „Monats der zeitgenössischen Musik“:

Mit herzlichen Grüßen,
Ihre Rainer Rubbert und Martin Daske
Die Unerhörte Musik wird gefördert 
aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa
Alle Veranstaltungen finden im BKA-Theater, Mehringdamm 34, 10961 Berlin, statt.
Telefon: 030 - 20 22 007
Eintritt: 13,- / 9,- €
Zehnerkarte: 80,- / 60,- € (übertragbar)
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