Mittwoch, 17. Mai 2017

Unerhörte Musik | Newsletter | 2017 | Nr. 10







NEWSLETTER 2017 | Nr. 10
16. und 23. Mai


"Die Tonkünstler scheinen zu unsern Zeiten einzig und allein darauf bedacht zu sein, daß sie die natürliche Anmut der Musik ganz aufheben mögen, welche ihnen seit einigen Jahren zuwider geworden. Sie wenden vielmehr alle Mühe an, die Musik rauh, widrig  und rauschend zu machen. Je schwerer die Komposition ist, desto größer ist der Ruhm desjenigen, der dieselbe verfertiget hat. Es ist kein Zweifel, daß die Kunst ganz untergehen wird, wenn man also fortfährt"
(Ludvig Holberg (1743))
...
Zwei Recitals, die unterschiedlicher nicht sein können - dennoch aber jeweils das aktuelle Musikschaffen widerspiegeln - erwarten uns an den kommenden Dienstagen:
am Dienstag, 16. Mai konzertiert der Berliner Komponist, Geiger und Bratscher C. René Hirschfeld in unserer Reihe. Zu seinem Programm schreibt er:
"Bewegung, Zusammenhang und Stille: diese drei Faktoren interessieren mich innerhalb wie auch außerhalb der Musik. Nachdem ich für mein neues Soloprogramm zunächst mein Werk „Zikaden“ sowie Reiko Fütings „tanz.tanz“ als Ausgangspunkt genommen hatte und mich dann noch an Wilfried Krätzschmars „solitude IV“ erinnerte, war schnell klar, dass das Konzept sich um Tanz, Gesang & Stille drehen würde."
Werke von René Mense UA, Albert Schnelzer, Wilfried Krätzschmar, Reiko Füting und C. René Hirschfeld werden zu hören sein.
Einführung: 19:45

Am darauf folgenden Dienstag, 23. Mai folgt ein Multimedia-Event des gefeierten Londoner Neue-Musik-Pianisten Zubin Kanga, The Cyborg Hand.
Unterstützt von Ruaidhri Mannion wird er neue Werke präsentieren, die den Körper des Musikers durch eindringliche multimediale Elemente erweitern und unterwandern.
"In Anlehnung an Horrorfilme und Science fiction werden im Laufe des Konzertes Bewegungssensoren, Flugdrohnen-Filmmaterial, Doppelgängerpianisten, verzerrte Hitchcockfilmsequenzen, abgesoffene Klaviere, Störimpulse, mutierte Hände, Schrott und Retrosounds zum Einsatz kommen..."
...in Werken von Marcus Whale DE, Damien Ricketson DE, Johannes Kreidler, Neil Luck DE, Adam de la Cour DE, Nicole Lizée DE, Patrick Nunn DE und Kate Moore DE
 Inhalt
 Dienstag, 16. Mai | C. René Hirschfeld
 Dienstag, 23. Mai | Zubin Kanga / Ruaidhri Mannion
Dienstag, 16. Mai 2017 | 20:30 Uhr | Tanz, Gesang & Stille

C. René Hirschfeld, Violine/Viola

Tanz, Gesang & Stille

René Mense
Pantomimus (2014)
für Violine UA

„Der Pantomimus („einer, der alles nachahmt“) war ein tanzender Schauspieler in der antiken römischen Tragödie. Obwohl er selbst kein Wort sprach konnte er dennoch die ganze Handlung mittels ausdrucksbetonter Gesten, Mimik und teils sehr virtuosem Tanz in hoch komprimierter Form wiedergeben. Das Ergebnis war eine rasche Abfolge stets „spannender“ Szenen, die das Publikum fesselten. Mein Violinstück „Pantomimus“ stellt eine Folge abstrakter, virtuos übersteigerter Tänze dar, die
an die ursprüngliche Einheit von Musik und Tanz im Kultus gemahnen, wie sie auch in den ersten stilisierten theatralischen Formen des griechischen Dithyrambus und der daraus entwickelten Tragödie lebendig waren. Die Gestik eines Pantomimus ist in meinem Stück ganz in den ausartikulieren musikalischen Ausdruck verwoben.“ (René Mense)

René Mense wurde 1969 in Hamburg geboren und studierte an der dortigen Hochschule f. Musik und Theater Komposition und Musiktheorie bei Ulrich Leyendecker. Es folgte eine private Ausbildung in klassischer Gitarre bei Ralf Jarchow sowie Gesangsunterricht. 2003 war er Franz-Liszt-Stipendiat der Hochschule für Musik Weimar. Neben seiner Arbeit als Komponist war Mense bis 2005 auch als Konzertgitarrist tätig. Seither ist er auch als Liedbegleiter (Klavier) und als Sänger (Tenor) tätig. Seine Kompositionen erhielten Auszeichnungen im In- und Ausland. Mense ist Vorsitzender der Gesellschaft für Neue Musik Hamburg.

Albert Schnelzer
Solitude (1999)
für Violine solo
Schnelzers Solitude ist ein ruhiges, zurückhaltendes Stück von relativ klassischem Aufbau. Aus der Intervallspannung von Quinte und Sekunden entwickelt sich nach anfänglich in die Stille fallenden Impulsen ein melodischer Bogen bis zu einem nahezu romantisch klingenden, doch nie dramatischen kurzen Höhepunkt, um sich anschließend wieder zu beruhigen und mit jener federnden Geste zu enden, die das Stück auch begonnen hat. Ein ruhiger Gesang, der in die Stille tritt und letztlich auf ihr ruht.
Albert Schnelzer wurde 1972 in Värmland/Schweden geboren und spielte in seinerJugend Keyboard in einer Rockband. Er studierte Komposition an der Musikhochschule Malmö bei Sven-David Sandström und Rolf Martinsson sowie anschließend bei Julian Anderson am britischen Royal College of Music. 1998 gewann der den Kompositionswettbewerb „Composer of Tomorrow“. Seither erleben seine Werke international zahlreiche Aufführungen und er gilt als einer der führenden schwedischen Komponisten seiner Generation.

Wilfried Krätzschmar

solitude IV „... tours en silence..."
(1983/84)
für Viola
 „Der Untertitel eröffnet mit seinen verschiedenen Übersetzungsmöglichkeiten gedankliche Räume, deren Changieren der zentralen Idee des Stückes entspricht. Ein Reisen ... oder Kreisen ... oder Weg haben ... oder suchen ... durch Stille (hindurch ... oder vermittels ...) oder in die Stille hinein ... usw.usf. Von einem festgelegten Ausgangston führt der Weg den Spieler über Inseln von minimaler Klanglichkeit (Pizzicato-Einzeltöne) durch unterschiedlich große, ausnotierte Räume der Stille. Wo der Weg sich verzweigt, entscheidet der Spieler die Richtung. Vier kleine Viola-Stücke, „Episoden“, sind mehrfach an einigen Stellen des Weges anzutreffen, manche davon in mehreren Varianten. Auch hier entscheidet der Spieler nach Maßgabe der Wegweiser, ob er eine Episode durchläuft oder sich an ihr vorbei weiter in die Stille begibt. Im Ganzen ergibt sich so ein Zusammenspiel von Zufällen in vorgeprägten Zusammenhängen; ein Ablauf, der im Vorwärts labyrinthisch und im Rückblick folgerichtig erscheint.“ (Wilfried Krätzschmar)
Wilfried Krätzschmar wurde 1944 in Dresden geboren und erhielt ab 1952 Klavierunterricht. Nach dem Abitur studierte er von 1962 bis 1968 Komposition bei Johannes Paul Thilman, Klavier bei Wolfgang Plehn und Dirigieren bei Klaus Zoephel an der Hochschule für Musik Dresden. 1963 leitete er einen Posaunenchor in Dresden. Von 1968 bis 1969 übernahm er die Leitung der Schauspielmusik am Theaters Meiningen. Nach dieser Zeit ging er als Aspirant von Fritz Geißler zurück an die Dresdner Musikhochschule. 1975 übernahm er künstlerisch das Zentrum zur Förderung junger Komponisten des Bezirkes Dresden. Im Jahr 1988 wurde er zum außerordentlichen Professor in Dresden berufen. Von 1991 bis 2003 war er Rektor der Musikhochschule Dresden und seit 1992 Ordentlicher Professor für Komposition. 2003 wurde er zum Präsidenten des Sächsischen Musikrates berufen. Seit Juni 2014 ist Krätzschmar Präsident der Sächsischen Akademie der Künste. Krätzschmar erhielt für sein
kompositorisches Werk etliche Ehrungen. Sein Schaffen umfasst etliche große sinfonische Werke (u.a. 4 Sinfonien),. Oratorien und viel Kammermusik in teilweise ungewöhnlicher Besetzung. Er lebt in Dresden.
Reiko Füting
tanz.tanz (2010)
für Violine
Das Stück basiert auf einer Analyse der Bachschen Chaconne von Helga Thoene, der das Stück gewidmet ist. Die darin freigelegten Choralmelodien, die in die Textur dieses letzten Satzes der d-Moll Partita eingewoben sind, bilden das Ausgangsmaterial, dessen Verarbeitung teilweise in dynamischen Grenzbereiche des Hörbaren, am Grat zwischen Klang, Geräusch und Stille stattfindet. Eine weitere Referenz, die sich ebenfalls im Titel widerspiegelt, ist nach Aussage des Komponisten der Roman "Tanz mit dem Schafsmann" von Haruki Murakami, in dem einem Suchenden als letztendlicher Rat für sein Leben gesagt wird: „Tanz, tanz, so gut du kannst. So lange die Musik spielt“.

Reiko Füting wurde 1970 in Königs-Wusterhausen geboren. Nach einer Ausbildung an den Spezialklassen für Musik und im Rundfunk-Jugendchor Wernigerode studierte er Komposition und Klavier an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (Diplom), in den U.S.A. an der Rice University in Houston,Texas (Master of Music) und an der Manhattan School of Music in New York City (Doctor of Musical Arts), sowie an der Staatlichen Universität Seoul in Südkorea (Visiting Researcher). Zu seinen wichtigsten Lehrern zählt er die Komponisten Jörg Herchet und Nils Vigeland sowie den Pianisten Winfried Apel. Nach einem Lehrauftrag für Vokale Korrepetition an der Hochschule für Musik und Theater Rostock wurde Reiko Füting im Jahr 2000 als Professor für Komposition und Musiktheorie an die Manhattan School of Music berufen, wo er seit 2005 ebenfalls die Abteilung Musiktheorie leitet. Als Gastdozent ist er an Universitäten und Musikhochschulen in Berlin, Dresden, Leipzig, Rostock, New York, Peking, Shenyang und Changchun eingeladen worden. Seine Kompositionen wurden von international renommierten Interpreten aufgeführt, mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet, im Rundfunk und Fernsehen übertragen, auf CD veröffentlicht, und sind – wie auch analytische Schriften – als Publikationen erschienen.

C. René Hirschfeld
Zikaden (2015)
für Viola und Zuspielband
Das ist ein großer Gesang, der aus der zyklischen Bewegung von verwandten Strukturen einen Klangstrom des „inneren Tanzes“ bzw. des Tanzes als Sinnbild vom ewigen rhythmischen Prinzip des Entstehens und Vergehens entwickelt. Das zyklische Prinzip tritt dabei auf unterschiedlichen Ebenen, klanglich, zeitlich und strukturell zutage. Die Zikaden, denen nur ein einziger Sommer des Lebens
gegeben ist nach oft jahrelangem Warten unter der Erde, sie tun es mit ihren Gesängen, ihren „Geräusch-Tänzen“: sie tanzen, so gut es eben geht, so lange es eben möglich ist, bis nichts mehr bleibt als das Rauschen des Meeres, - und Stille.


C. René Hirschfeld wurde 1965 in Wernigerode geboren und erhielt an der dortigen Musikschule im Alter von 5 Jahren seinen ersten Violinunterricht. 1982-87 studierte er an der Hochschule für Musik ”Carl-Maria von Weber” Dresden Komposition (bei U. Zimmermann) und Violine (bei Chr. Redder) sowie Klavier und Dirigieren; 1987-89 setzte er das Studiums als Meisterschüler fort. Zeitgleich studierte er autodidaktisch Tanz und Tanztheorie, wobei Begegnungen mit Gret Palucca, Kazuo Ohno, Patricio Bunster und Thomas Hartmann für ihn wesentliche Impulse gaben. Weitere wichtige Mentoren waren
Wilfried Krätzschmar, Paul-Heiz Dittrich und der Maler Günter Firit. Hirschfeld ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Kompositionswettbewerbe und Stipendien (u.a. Weber-Preis 1984, Eisler-Preis 1986, Mendelssohn-Stipendium 1988/89, Göttinger Kompositionspreis für Gitarre 2000, Carl von Ossietzky Kompositionspreis 2015). Nach Lehraufträgen an den Musikhochschulen Dresden und Berlin (1987-94), lebt er freischaffend in Berlin. Bis 1990 war Hirschfeld auch als Tänzer und Performance-Künstler und bis 2001 auch als Pianist und Liedbegleiter tätig. Als Geiger konzertiert er vornehmlich mit Musik des Barock und des 20./21.Jahrhunderts. Hirschfelds umfangreiches Oeuvre umfasst Musiktheater, Sinfonik, Tanztheater, Kammermusik, Lieder, Solowerke und Chormusik. und erlebten Aufführungen in zahlreichen Ländern Europas sowie in Asien und den USA. CDs sind bei col legno, kreuzberg records und Ragaprong erschienen.

Dienstag, 23. Mai 2017 | 20:30 Uhr | The Cyborg Hand

Zubin Kanga, Klavier
Ruaidhri Mannion, Live-Multimedia

The Cyborg Hand features music that expands the piano using video and electronics. Drawing on sci-fi, horror and other pop culture genres, and utilising found footage (and found music) these works explore new ways in which a live musician and technology can interact. The program has toured to Perth (at WAAPA), Melbourne Festival (at the Melbourne Recital Centre) the Sydney Conservatorium of Music and Brisbane Conservatorium of Music. This is the first European performance of the programme.

Marcus Whale
Frontier (2016)
for piano, electronics and video DE
The recital begins with a work by Australian composer and electronic dance music producer, Marcus Whale, who explains the inspiration behind his new work as follows: “Hubert Parry's iconic anthem Jerusalem, adapted from text by William Blake, is a hymn to England's God-fearing pastoral impulse, based on the belief that nature is a gift to the nation from God. This impulse was the defining feature of the British Empire's colonisation of Australia, a ‘manifest destiny’ that drove white settlers in their gradual, brutal domination of hundreds of First Nations during the Frontier Wars across the 19th and 20th Centuries. Against this backdrop, Frontier's piano score corrupts the ‘Jerusalem’ hymn, alongside drone-shot footage of Australia's high country.”
Marcus Whale is a musician, whose practice covers popular, experimental and classical forms of music. As a performer, he is a member of duo Collarbones and trio BV, as well as work under his own name, releasing an album "Inland Sea" in June 2016. As a composer, he has written for Ensemble Offspring, Synergy Percussion and The Song Company. His works or performances have been presented across Sydney Festival, Vivid Sydney, Brisbane Festival, Underbelly Arts and The Now Now Festival.

Damien Ricketson
The Day after Drowning (2016)
for piano and live electronics DE
I have worked with leading Australian composer Damien Ricketson for over a decade when he was Artistic Director of Ensemble Offspring and we continue to have a close relationship developing new work and research together. On his new work, The Day After Drowning, Damien Ricketson writes: “Imagine Erik Satie’s Gnossienne No.1 played by Reinbert de Leeuw from the floor of the ocean. The Day After Drowning is one of a growing collection of compositions based on recomposing existing works in a dream-like or altered state of perception. In this reimagining, the languid tempo of de Leeuw’s interpretation of Satie is grotesquely distended as though time is dilating and the natural resonance of the piano augmented as though heard through a strange medium.”
Damien Ricketson is a Sydney-based composer and Chair of Composition at the Sydney Conservatorium, University of Sydney. Damien’s exotic and immersive works have featured in the Sydney Festival, Warsaw Autumn International Festival of Contemporary Music, the Transit Festival (Belgium), toured China and received prestigious awards such as ‘Instrumental Work of the Year’ in the Australian Art Music Awards. His works have also been performed by many national and international soloists, ensembles and orchestras including MusikFabrik (Germany), Ensemble Plus Minus (UK/Belgium), Crash Ensemble (Ireland), the Orfeuz Chamber Orchestra (Poland), 175 East and Stroma (New Zealand). Damien co-founded, and for 20 years co-directed, Ensemble Offspring, a unique arts company dedicated to innovative new music.

Johannes Kreidler
Study (2011) 
for piano, audio and video playback
Johannes Kreidler’s Study features sounds and video of a multiplied piano soloist, combined with various other elements: from videos of the weather to a performance film of Vladamir Horowitz performing Scarlatti. Tonight, I am performing the ‘personalised’ version of the piece he has created for me.
Johannes Kreidler is one of Germany’s leading young composers, best known for his political and conceptual multimedia work. Recent works include: Charts Music, sonification of the stock exchange and product placements, a 33 second piece comprising of 70,200 samples which were presented to the German copyright society. Kreidler’s works have been featured at many international music festivals, including the Donaueschingen, Darmstadt, Ultima Festival Oslo, Musica Strasbourg, Gaudeamus Music Week, and the Huddersfield Contemporary Music Festival.

Neil Luck
2018 (2016)
for piano and electronics DE
Neil Luck is a young British composer, particularly interested in new approaches to the body on stage. His work, 2018, draws on sci-fi tropes to imagine a future where genetic experiments have been conducted on pianists to create new types of limbs, with results ranging from the quirky to the grotesque.
Neil Luck is a composer and performer based in London. He has written for a range of soloists and ensembles in the UK and abroad, and presented work at music venues, festivals and galleries internationally. As a curator and producer Neil has organised a number of events and festivals including Notations and The Voice and Nothing More in collaboration with Sam Belinfante at the Slade Research Centre, and in partnership with Tate galleries, several experimental radio series for Resonance FM. Neil founded the experimental music ensemble ARCO, and co-founded the artist cooperative and net-label squib-box.

Adam de la Cour
Transplant the Movie! (2016)
for piano, electronics and video DE
Adam de la Cour has many parallel careers, including as a filmmaker, and Transplant the Movie! makes full use of this expertise. Famous canonical piano works (by Beethoven, Chopin, Scriabin, Bartok and more) are used to accompany a horror film, itself a mashup of various ‘transplant horror’ B-movies, in a scenario described by the composer as: “A world-famous concert pianist…an accident…a transplant…a whole lot of trouble!”
Adam de la Cour is a British composer and composer and filmmaker, and also appears in a variety of contexts as a performer from professional clown to lead singer of a metal band. He has written for various ensembles and soloists across the UK, the US and Europe including IXION Ensemble, CoMA, Reconsil and Bearthoven. Festivals de la Cour has been involved in include ISCM World Music Days, MATA Festival, Huddersfield Contemporary Music Festival, London Contemporary Music Festival, TRANSIT (Belgium), Borealis (Norway), Bergen International Festival, Melbourne Festival (Australia), London Ear, Tête à Tête Opera Festival and Klang (Denmark).

Nicole Lizée
Hitchcock Études (2011)
for piano, electronics and video DE
Nicole Lizée is another cinephile composer and Hitchcock Études is one of a number of works focusing on the oeuvre of a modern cinema auteur. It uses glitch techniques to examine key moments from Hitchcock’s middle period films, drawing on the film scores as well as the foley sounds and sonic artefacts. In this, the 16-minute version, the Etudes are derived from scenes in Psycho, The Man Who Knew Too Much and The Birds.
Canadian composer, Nicole Lizée creates new music from an eclectic mix of influences including the earliest MTV videos, turntablism, rave culture, Hitchcock, Kubrick, 1960s psychedelia and 1960s modernism. She has been commissioned by the Kronos Quartet, the San Francisco Symphony, the National Arts Centre Orchestra, and the l’Orchestre Métropolitain du Grand Montréal, and her works performed have been performed at the BBC Proms (UK), Roskilde (Denmark), Bang On a Can (USA), Metropolis (Australia) and X Avant (Canada) festivals.

Patrick Nunn
Morphosis (2014)
for piano, 3D sensors and live electronics DE
I worked with British composer, Patrick Nunn for a year in developing Morphosis, a work that sonifies the body of the pianist. It utilises a pair of sensors attached to my hands that function as both gravimeters and accelerometers so that all aspects of movement in three dimensions can be mapped. This allows me to trigger and control the live electronics through the natural movement of my hands around the keyboard, as well as by additional movements and contortions.
Patrick Nunn completed his PhD at the Royal Academy of Music in 2009 whilst studying with Simon Bainbridge and Jonathan Harvey. His music, encompassing a wide range of instrumental / electro-acoustic works, has received numerous awards including Pareidolia I for bass clarinet, electronics and sensors (Sonic Arts category, 2012), He written works for the BBC Concert Orchestra, the Kreutzer Quartet, Ballet Rambert, Piano Circus and many soloists around Europe. He is currently Lecturer in Composition at the Royal Academy of Music.

Kate Moore
Bestiary (2016)
for piano, digital pedals and live electronics DE
Kate Moore is a composer I have collaborated with over many solo and chamber works. In tune with the retro sci-fi and horror theme, she utilises the sounds of retro synths, bringing to mind the film scores Wendy Carlos composed for A Clockwork Orange and Tron. Moore describes her new work, “Bestiary is a sonic compendium of grotesque imaginary beasts, that float between heaven and hell. Epic and symbolic animals that are animated in music, twisting and twining around each other, writhing and seething in knotted ornaments with pulsating bodies of skin, fur, scales, feathers, hair, beaks, teeth, claws and nostrils. Drawing you in, they peep around the corner and look at you up and down as they guard the shadows with ferocious jealousy.”
Based in The Hague, Australian composer, Kate Moore is a leading young composer of the Dutch and New York minimalist scenes. Her interests lie in research with particular respect to the history and origin of music and musical instruments and the exploration of sonic architecture, acoustics and the physics and psychoacoustics of sound. Her music has been performed by the Bang on a Can All-Stars, Ensemble Klang and ASKO Ensemble, with performances at major festivals including Sacra Profanum, The Holland Festival, The Sydney Film Festival, ISCM World Music Days and MATA and a feature CD with ECM Records.
(Programmnotizen von Zubin Kanga)

Acknowledgements Thanks to Kate Moore, Damien Ricketson, Marcus Whale, Patrick Nunn, Neil Luck and Adam de la Cour, for their extraordinary new works and for the time taken in workshops to develop the final performance versions.
Thanks to Ben Carey for his professionalism, precision and expertise in preparing the performance materials.
Thanks to Ruaidhri Mannion for his professionalism and expertise in performing the role of multimedia performer in tonight’s concert.
Thanks to Johannes Kreidler for creating the new version of the video for his work and to Nicole Lizée who provided vital materials at short notice that made the performance of her work possible.

This recital was made possible with the support of funds from by the Australian Government through the Australia Council for the Arts, its arts funding and advisory body. The Australia Council have supported the performance and presentation of the Cyborg Pianist tour as well as supporting the commissions of new works by Kate Moore, Damien Ricketson and Marcus Whale. We thank them for their support of new, innovative, Australian music.

Pianist Zubin Kanga has performed at many international festivals including the BBC Proms, Cheltenham Festival, London Contemporary Music Festival, Huddersfield Contemporary Music Festival (UK), Metropolis New Music Festival, Sydney Festival, Melbourne Festival, (Australia), IRCAM Manifeste Festival (France) and Borealis Festival (Norway) as well as appearing as soloist with the London Sinfonietta and the Melbourne Symphony Orchestra. His recent Australian and European tours have focused around new works that extend the piano through interactive multimedia such as film, motion sensors and AI.
Zubin has collaborated with many of the world’s leading composers including Thomas Adès, Michael Finnissy, George Benjamin, Steve Reich, Liza Lim and Michel van der Aa and has premiered more than 80 works. He has won many prizes including the Australian Art Music Award for ‘Performance of the Year (NSW)’ and his CD, Piano Inside Out, was nominated for Best Classical Album at the Australian Independent Record Awards. He is a member of Ensemble Offspring, one of Australia’s leading contemporary music ensembles as well as the Marsyas Trio, which performs across Europe. A Masters and PhD graduate of the Royal Academy of Music, London, Zubin was a post-doctoral researcher at the University of Nice and IRCAM, Paris and is currently a Research Fellow at the Royal Academy of Music, and the Sydney Conservatorium of Music.
www.zubinkanga.com
Ruaidhri Mannion (b.1985) is an Irish composer living in London. As a musician he is fascinated by the entrancing and transcendental properties of sound, music and the act of listening. Drawing on wide range of influences, both musical and extra-musical, his work often combines live instruments and electronics to explore concepts of intuition, collaboration and theatre. Ruaidhri is currently working on his DMus at the Royal College of Music under the supervision of Dr. Jonathan Cole and generously supported by the Lucy Ann Jones Award.
Projects in 2014 include an audiovisual music-theatre work exploring modern surveillance culture 'London 1:14' with pianist Gwenaelle Rouger for the RCM Great Exhibitionists Series, and a commission to write a saxophone sextet for the Royal Academy of Art's critically acclaimed 'Sensing Spaces: Architecture Reimagined' exhibition. 'Occupy the Pianos' for two pianos and electronics recently received its UK premiere at the Occupy the Pianos Festival curated by pianist and composer, Rolf Hind at St John's Smith Square in London. The piece was commissioned by the Association du Concours Nicati in 2012 and premiered at the Bern Biennale in Switzerland by the award-winning Francoise Green piano duo.

 
Auf Ihren Besuch freuen sich und grüßen herzlich
Martin Daske und Rainer Rubbert


Die Unerhörte Musik wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Alle Veranstaltungen finden im BKA-Theater, Mehringdamm 34, 10961 Berlin, statt. Telefon: 030 - 20 22 007
Eintritt: 13,- / 9,- €
Zehnerkarte: 80,- / 60,- € (übertragbar)


 
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